Garmin Forerunner 25

  • -

Garmin Forerunner 25

Category : Laufen

Eine neue GPS-Laufuhr muss her

 

Meine alte Garmin 310XT machte nach sechs Jahren einige Probleme bis hin zum Restart beim Wettkampf. Also musste ein Ersatz her. Bei der 310XT war mir weniger die Rad- und Schwimmfunktion wichtig, sondern -da ich ab und zu in einer mir unbekannten Ecke herum renne- die geografische Darstellung meiner Laufstrecke und die Funktion „bring me home“ ganz wichtig. Ansonsten möchte ich im normalen Training die Strecke in Form von Distanz, Zeit, Rundenzeiten und eventuell den Puls wissen und auf dem Rechner ablegen. Manchmal nutze ich noch den „virtuellen Laufpartner“ oder die Programmierung zum Training nach Galloway.

Auf der Marathonmesse in Berlin 2016 war ein Stand mit den aktuellen Modellen und ausreichend Garmin-Personal. Die neuen Modelle der Oberklasse erfüllen alle meine Wünsche. Der Preis ist entsprechend.
Am Rande des Messestands gab es auch die Low-Cost-Modelle. Bei näherer Betrachtung und Abwägen meiner üblichen Trainings- und Wettkampfbedürfnisse entschied ich mich für die Garmin Forerunner 25. Preis €119. Einen Pulsgurt habe ich noch von der 310XT und der sollte kompatibel mit der 25 sein.

 

So, nun aber zur Uhr.

Zu Hause fand ich in der Verpackung die Uhr und eine Ladekralle mit einem zugegebenen etwas kurzen USB-Kabel. Über dieses Kabel kann man die Uhr mittels eines separaten USB-Ladesgerätes auftanken oder man benutzt den USB-Port am Rechner. Unter Windows und Linux stellt sich die Uhr wie ein USB-Stick da. Die Uhr zeigt im Display auch das entsprechende Symbol an. Über meinen alten USB-1-Hub klappt dies nicht, ich musste einen USB-2 Port nehmen.

Das Installieren der Software fühlte sich wie Kleinkrieg an. Besonders weil für diese neue Uhr eine andere Software erforderlich ist und ich meine 310XT ja noch nicht ganz abschieben wollte.
Irgendwann war ein Weg gefunden und sogar meine alte (kostenlose) Version von SportTracks von 2010 erkannte beide Uhren.

Die Forerunner 25 besitzt ein fast quadratisches Display. Die aktuelle Uhrzeit ist in sehr großen Ziffern dargestellt, darunter viel kleiner das Datum. Die Anzeige des Akku ist ganz oben und bei angegebenen 10 Wochen Laufzeit ohne GPS nicht wirklich beachtenswert. Im Trainingsmodus (GPS, Brustgurt und besonderem Laufmodus) soll sie angeblich acht Stunden halten. Bisher habe ich die Uhr nur sechs Stunden problemlos so gequält.

Im Grunde benutzt man nur drei der vier Tasten. Oben rechts die rote für „Start/Bestätigung“, rechts unten „weiter blättern“ und links unten „zurück/eine Eben höher“. Die Taste oben links „Licht“ ist eigentlich überflüssig, denn beim Betätigen einer der anderen Tasten springt die Hintergrundbeleuchtung gleich an und geht nach 8 Sekunden wieder aus. Entgegen der 301XT kann man die Beleuchtung nicht auf Dauer einschalten.

Nach der Startseite mit der Uhrzeit kommt die Auswahl der Protokolle, unterteilt in „Läufe“ und „Rekorde“.
In Letzterem wird der schnellste Kilometer, Meile, 5km, 10km, HM, Marathon und die längste Strecke angezeigt. Man kann den jeweiligen Rekord auch löschen und ggf durch den davor erzielten ersetzen.
Die Liste der Läufe wird durch Tag und Monat geführt. Wartet der Betrachter etwas, so zeigt der angewählte Eintrag abwechselnd auch die Startzeit an.

Nach der Seite mit den Protokollen kommen die Einstellungen. Hier möchte ich nur auf den Abschnitt Laufeinstellungen eingehen.
– Runden sind im Modus „Auto Lap“ immer 1km, die Taste links unten kann zusätzlich als Rundentaste aktiviert werden.
– Autopause kann aktiviert werden.
– Zwei Seiten mit je zwei Datenfelder sind definierbar. Zuerst war mir das zu wenig, doch bei weitergehender Betrachtung für Wettkampf völlig ausreichend. Momentan benutze ich auf einer Seite „Pace“ und „ØPace“ und auf der zweiten Seite „Zeit“ und „Distanz“. Für mich sind das die wichtigen Werte beim Training. Beim Wettkampf wechsle ich auf „Pace (Runde)“. Wer wie ich nun in der Auswahl zwischen den anderen Werten den Puls sucht, der wird enttäuscht. Gibt es nicht. Erkennt die Uhr einen Brustgurt, so wird automatisch beim Lauf ein drittes Fenster mit aktuellem Puls angezeigt.

 

Die Uhr im Einsatz

Man verwandelt die Uhr in eine Laufuhr durch die rote Taste. Es wird kurz der Laufmodus angezeigt (zu dem komme ich gleich noch mal) und dann die Seite Warten auf GPS. Gegenüber der 310XT fand die Uhr sehr schnell die notwendigen Satelliten.
Während der Suchphase kann man durch weiterblättern die Laufoptionen einstellen oder ändern. Auch der Alarm und die Bereiche für Herzfrequenz sind hier definierbar. Und zuletzt kann man hier das GPS wieder abschalten.

Beim Berlin Marathon startete ich in Block G und dort am Ende der Startwelle. Und hier gab es die erst, nicht abschaltbare Schwachstelle. Die Uhr schaltet nach dem aktivieren des GPS nach 5 bzw 5,5 Minuten in den Sparmodus, sprich GPS geht aus. Bis ich nach dem Aufruf der zweiten Startwelle in der Nähe der Startmatte war, hatte sich die Uhr schon wieder schlafen gelegt. Durch das schnelle Finden des GPS konnte ich kurz hinter der Startlinie mit meiner Aufzeichnung beginnen. Bei kleinen Läufen sollte das kein Problem sein.

Während des Laufs meldete sich die Uhr bei jedem Kilometer, aber nur mit einem Piepton. Das Vibrieren der 310XT vermisse ich sehr. Denn auch alle anderen Warnungen gehen beim Reden oder Umgebungslärm verloren. Für mich ein deutlicher Nachteil. Deshalb hatte ich beim Marathonstart auch die 30 Sekunden piepsende Vorwarnung beim automatischen Abschalten nicht mitbekommen.
Meinen Lauf hat die Uhr perfekt aufgezeichnet und die Auswertung am Rechner war wie gewohnt möglich.

Für mich hat der abgespeckte Funktionsumfang einen Nachteil. Die Trainingsfunktion nach Galloway ist nur begrenzt möglich. Bei den besseren Uhren kann man z.B. 1,8km Laufen und 42 Sekunden gehen vorgeben. Ergibt sich während des Trainings ein kürzerer Streckenabschnitt, wechselt man durch die Lap-Taste in den anderen Schritt. Bei der Forerunner 25 ist nur eine Zeitvorgabe für den einen wie den anderen Modus möglich und auch nur in Schritten von 30 Sekunden. Obendrein ist ein vorzeitiges Wechseln von Laufen in Gehen oder umgekehrt nicht möglich. Für mich nicht wirklich nutzbar. Die ideale Unterstützung für Laufanfänger nach Galloway.

 

Die Uhr als USB-Stick

Man kann den Speicher der Uhr auch für anderer Dateien nutzen. Die von der Uhr verwalteten Daten sind in einem nicht lesbaren Format abgelegt. Von denen sollte man auch tunlichst die Finger lassen. Ich habe eine Textdatei mit dem Namen lost_and_found.txt mit meinen Kontaktdaten aufgespielt. Viel weiter wird man mit den 5MB Speicherplatz auch nicht kommen. Platz jedoch für viele, viele Läufe.

 

Resüme

Für den einfachen Läufer eine preiswerte Lösung Training und Wettkampf aufzuzeichnen. Die Bedienung ist abgesehen von ein oder zwei Stellen intuitiv und übersichtlich. Für etwas €70 mehr gibt es die Forerunner 35 mit integrierter Herzfrequenzmessung.
Wie bei der 310XT erkannt man auch bei dieser Uhr im Trainingsmodus nicht, ob die Messung läuft oder angehalten ist.

 

Weitere, jedoch nicht betrachtete Merkmale

– Die Aktivitätsanzeige. Diese Funktion kann ich nicht wirklich ernst nehmen. 7500 Schritte am Tag ? Für welche Fitness trainiere ich denn? Diese Funktion habe ich als erstes ausgeblendet. Für Nichtläufer bestimmt eine schöne Spielerei.
– Die Kopplung zum Smartphone. Habe ich nicht untersucht, interessiert mich nicht.
– Kopplung zu anderen Komponenten. Habe ich ebenfalls nicht untersucht.

 


kachelmannwetter.com

VIVAWEST Marathon

-185Tage -4Stunden -50Min -35Sek

Saisonstart 2017

-254Tage -3Stunden -20Min -35Sek

Berlin Marathon 2017

-59Tage -5Stunden -5Min -35Sek

Saisonende 2017

11Tage 00Stunden 39Min 25Sek

Vorschau 2018

In der neuen Altersklasse 😉

Berlin-HM #4352

136Tage 19Stunden 54Min 25Sek

Berlin 25k #1958

164Tage 23Stunden 39Min 25Sek